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08.08.2018

Lydia Ventker gewinnt gegen die Profi-Teams den „21. Internationalen SparkassenGiros“. Ehemann Sebastian steigt auf

Gütersloh (man), Lydia und Sebastian Ventker haben für die sportlichen Höhepunkte des RSV Gütersloh an diesem Wochenende gesorgt. Sebastian Ventker schaffte mit dem fünften Platz im C-Rennen des Rahmenprogramms des Profirennens „21. Internationalen SparkassenGiros“ in Bochum den Aufstieg in die B-Klasse und Ehefrau Lydia Ventker setzte sich im mit zahlreichen Profis besetzten Frauenrennen sensationell gegen die starke „Übermacht“ der Holländerinnen durch und fuhr ihren elften Saisonsieg ein. „Das war mein größter Erfolg in diesem Jahr. Mein Ziel war im Vorfeld eine Top-Ten-Platzierung, denn gegen die Profi-Teams zu bestehen ist immer schwer“, jubelte Lydia Ventker nach ihrem sensationellen Triumph vor mehreren tausend Zuschauern. „Den Sieg alleine ohne Unterstützung von einem Team von der Spitze herauszufahren war schon phänomenal zu sehen“, war Hans-Jörg Eggert, Sportwart und Geschäftsführer des RSV Gütersloh, von der Leistung seiner Fahrerin begeistert. „Lydia führt jetzt schon die gesamte Saison die Deutsche Rangliste selbst vor den Profis an, das haben wir in den letzten 20 Jahren nicht gehabt“, kam Eggert, der das Rennen in Bochum vom Streckenrand aus beobachtet hatte, aus dem Schwärmen nicht mehr heraus.

„Ich hatte zugesehen, dass ich gleich von Beginn in den Gruppen mitgegangen bin“, wählte Lydia Ventker von Beginn an eine offensive Fahrweise. Zur Mitte des Rennens bildete sich dann die entscheidende Gruppe mit Lydia, drei Niederländerinnen und einer Luxemburgerin. „Im Anfang sind alle gut durch die Führung gefahren und der Vorsprung wuchs schnell auf eine Minute, aber acht Runden vor Schluss gingen die Spielchen und das Taktieren los und keiner wollte außer mir führen“, erklärte Ventker enttäuscht. Letztendlich führten die Attacken aber nur dazu, dass die Luxemburgerin abfiel und Minke Slingerland (Maaslandster Int. Womens CT) ihre Taemkollegin Anne-Sophie Narsch (4.) verlor, was die Chancengleichheit in der Spitzengruppe deutlich erhöhte. „Im Finale bin ich dann vor der Zielkurve nach vorne und bin sofort losgefahren. Den Langsprint kann ich ja und damit habe ich die beiden Holländerinnen scheinbar überrascht“, freute sich Ventker, die mit einem komfortablen Vorsprung von über einer Radlänge vor Marit Raalkmakers (Parkhotel Valkenburg) und Minke Slingerland das mit über 70 Fahrerinnen international hochklassig besetzte Frauenrennen gewann. Bereits am Freitag Abend hatte Ventker beim Einladungsrennen im niederländischen Heerlen als Achte eine ganz starke Vorstellung abgeliefert. Die Spitzengruppe mit den beiden Sunweb-Profis erwischte Ventker zwar nicht mehr, weil ihre Mitstreiterinnen auf der Verfolgung nicht mitführten, aber im Finale war die RSVerin wieder voll da und fuhr den Spurt von der Spitze.

Ähnlich offensiv wie seine Frau gestaltete Ehemann Sebastian Ventker sein Rennen. „In Bochum gehen immer früh Gruppen, darum bin ich gleich rein“, erklärte der gebürtige Versmolder, den es beruflich nach Düsseldorf verschlagen hat. Zu Beginn des Rennens wurden jedoch alle Ausreißer angesichts der hohen Durchschnittsgeschwindigkeit von 44,6 Stundenkilometer wieder gestellt. Als dann jedoch RSV-Teamkollege Guido Helmer mit dem späteren Sieger Matthias Bäumer (Team Rolinck Steinfurt) die entscheidende Attacke starteten, setzte Ventker gleich nach und wenig später schloss auch noch RSV-Teamkollege Paul Voigt mit dem Sprintspezialisten Rainer Beckers auf. Die siebenköpfige Gruppe fuhr schnell einen Vorsprung von einer Minute heraus. Im Finale lief es für die RSVer dann aber gar nicht. Paul Voigt verschätze sich und startete seine Attacke zwei Runden zu früh Als der Bielefelder zwei Runden vor Schluss wieder gestellt wurde, versuchte es Ventker mit einer Konterattacke, aber diesmal reichte die Kraft nicht den kleinen Vorsprung ins Ziel zu retten. Die Verfolger schlossen auf und konterten. Mit Rainer Beckers am Hinterrad versuchte Ventker die später siegreichen Matthias Bäumer, Patrick Altefrohne (TV Friesen Telgte) und Marcel Furmaniak ohne Erfolg einzuholen. „Rainer Beckers hat leider keinen Meter mitgeführt, sonst hätte es geklappt. Ich musste attackieren, ich konnte nicht mit den Sprintspezialisten auf die Zielgerade gehen, da hab ich auch keine Chance“; überlegte Ventker ob er mit einer anderen Taktik erfolgreicher gewesen wäre. „Ich wäre eben gerne mit einer Treppchenplatzierung aufgestiegen“, so Ventker, der bisher vier zweite Plätze zu Buche stehen hat. De RSV-Teamkollegen Guido Helmer und Paul Voigt belegten die Plätze sechs und sieben.