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21.12.2017

Glückwunsch - Johnnes Hodapp wird Profi

Gütersloh (man). Für den 18-Jährigen Stukenbrocker Radrennfahrer Johannes Hodapp (RSV Gütersloh) ist der Profi-Vertrag bei der Kontinental-Equipe „Team Sauerland“ die angestrebte Krönung einer langen und erfolgreichen Saison. Für den Junioren-Nationalkaderfahrer, der in der kommenden Saison in den Elitebereich wechselt, ist es der erste Schritt in eine weiterhin erfolgreiche Radsport-Karriere. „Wenn es klappt und ich mich weiter entwickle, würde ich die Chance war nehmen und versuchen die Tour de France und die anderen großen Rundfahrten zufahren. Radfahren und Reisen, dass ist schon meine Welt“, erklärt der Stukenbrocker, der als Fünfter der Junioren-Bundesliga-Wertung einen wesentlichen Anteil am Mannschaftssieg der NRW-Auswahl in der Bundesliga-Gesamtwertung hatte und bei der Junioren-Europameisterschaft in Dänemark sowie einigen Nation-Cup-Rennen (Eintages-Klassiker der Junioren) schon einmal ganz dicht dran war an den erfolgreichsten Radrennfahrern seines Jahrgangs. „Bis dahin muss ich mich aber erst mal in der Eliteklasse behaupten und das kann drei bis vier Jahre dauern“, ist Hodapp realistisch. Um nicht nur auf die Karte Radsport zu setzen, plant das Nachwuchs-Talent des RSV Gütersloh nach dem Abitur im kommenden Jahr im Herbst ein Studium der Wirtschaftswissenschaften an der Uni Paderborn zu beginnen. „Ich brauche auch eine Perspektive außerhalb des Sports“, bleibt der Stukenbrocker bodenständig.

Was sich auf den ersten Blick für den RSV Gütersloh als sportlich herber Verlust darstellt, bedeutet für den Verein aber auch einen enormen Zugewinn an Reputation und ein Beweis für die engagierte und erfolgreiche Nachwuchsarbeit des Trainer-Teams Stefan Wittwer und Thorsten Dirkorte. „Ich bleibe Mitglied im RSV Gütersloh und hoffe auch weiterhin zu den Veranstaltungen eingeladen zu werden um so etwas von der Unterstützung die ich erfahren habe, wieder zurück zu geben“, bleibt Hodapp dem RSV Gütersloh und den im „Volvo Markötter-Team“ beheimateten Rennfahrern eng verbunden.

Mit dem „drittklassigen“ Kontinental Team Sauerland aus ... bekam Hodapp bei seinem „Wunsch-Team“ seinen ersten Profi-Vertrag. Das dies das Tor zu einem Profi-Team sein kann, bewiesen in dieser Saison Florian und ein weiterer Fahrer, die zum deutschen Pro-Tour-Team Sunweb in die erste „Profi-Liga“ wechselten. In dem von Sportlichen Leiter Wolfgang Oschwald gemanagten Team Sauerland kennt Hodapp seine Rolle und auch seine Rennen für die kommende Saison noch nicht. Mit Michel Gießelmann (TSVE Bielefeld), Per Christian Münstermann (Radschläger Düsseldorf) und John Knolle (RSV Unna) sind jedoch drei Mitstreiter aus dem NRW-Bundesliga-Team mit ins 16-köpfige Team Sauerland gewechselt. „Am 19. und 20. Januar haben wir unser Temtreffen. Dann lerne ich alle kennen und am 10. Februar ist die Team-Präsentation bei unserem Hauptsponsor“, erklärt Hodapp. Danach stehen weitere Abitur-Vorklausuren auf dem Programm und am 12. Februar geht es mit dem Team für zwei Wochen ins Trainingslager nach Mallorca. „Am Training hat sich bisher gegenüber der Juniorenzeit noch nicht viel geändert. Ich bin froh, dass mich der frühere NRW-Nachwuchstrainer Robert Pawloski trotz seines Wechsels zu Katusha-Alpecin weiterhin betreut“, erklärt Hodapp.

Die Ziele für die kommende Saison sind für Johannes Hodapp klar. „Als junger Fahrer muss ich mich erstmal etablieren und bei den großen Rennen mitfahren und nach 200 km ankommen. Die bedeutenden Deutschen Eintagesrennen wie Frankfurt-Eschborn, der Münsterland-Giro und die Deutschland-Tour reizen mich“, so der Stukenbrocker. Zudem möchte der 18-jährige in der U23-Bundesliga an seine diesjährigen Erfolge anknüpfen und vorne mitfahren. Auch bei den Deutschen Meisterschaften im Einzelzeitfahren und im Einer-Straßenfahren möchte Hodapp am Start stehen. Mit dem elften Platz bei der DM war Hodapp in diesem Jahr ebenso wenig zufrieden wie mit Rang sieben bei der Berg-DM. „Berge liegen mir nicht so gut. Sprinten und Zeitfahren gehen besser“, so der Nationalkaderfahrer, Dagegen stimmte Hodapp der Bundesliga-Sieg mit dem Mannschafts-Vierer des Landesverbandes bei der Zeitfahr-DM in Genthin zufrieden, die bei den Junioren allerdings nur als Bundesliga-Rennen ausgeschrieben waren. „Das wäre sonst der DM-Titel gewesen“, trauerte Hodapp der verpassten Deutschen Meisterschaft nach.