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21.03.2023

Teampräsentation RSV Gütersloh Teil 1 mit Marcel Kittel

Gütersloh (man). Die Radrennfahrer des RSV Gütersloh dürfen sich über ein breites Interesse in der heimischen Bevölkerung früheren aktiven Rennfahrern, Deutschen Meistern und bei den Offiziellen Vertretern von Politik, Sponsoren, und Verbänden freuen. „Es sind heute noch mehr Gäste anwesend als in den vergangenen Jahren“, freute sich RSV-Geschäftsführer Hans-Jörg Eggert beim Blick in das prall gefüllte Autohaus Markötter, wo der RSV Gütersloh am Freitag Abend seine Rennfahrer von der Schüler- bis zur Masterklasse vorstellte. Das Hauptaugenmerk galt dabei dem neu formierten achtköpfigen Eliteteam. „Das stärkste Eliteteam seit 20 Jahren“, hatte Eggert bereits auf der Jahreshauptversammlung vor einer Woche geschwärmt und damit das Interesse weiter angeheizt. Eine Sogwirkung entfachte aber auch Marcel Kittel. Der ehemalige Weltklassesprinter, der in seine 34-jährigen Profilaufbahn 89 Siege, darunter 14 Etappen bei der Tour de France gewann, zog die Zuschauer mit seinen „Geschichten eines Sprinters“ in den Bann. Freuen darf sich die Jugend des RSV Gütersloh über den prominenten Gast, denn der spendete seine Gage komplett der Nachwuchs-Abteilung des RSV Gütersloh „Den Nachwuchs so zu sehen, dass erinnert mich immer an mich. Eine meiner schönsten Erinnerungen“, zeigte sich Kittel vom kleinen, aber leistungsfähigen Nachwuchs-Team des RSV Gütersloh beeindruckt.

Richtig ins Schwärmen kam RSV-Sportwart Hans-Jörg Eggert als die beiden Moderatoren Henning Tonn und Boris Fastring das neue achtköpfige Eliteteam des RSV Gütersloh vorstellten. „Unser neues Lieblingskind. Wir sind stolz diese Jungs zusammenbekommen zu haben“, sprudelte es aus Eggert heraus. „In den letzten Jahren war unsere Elitegruppe sehr auseinandergebröckelt und wir mussten uns überlegen was wir machen“, erklärte der Gütersloher und bedankte sich bei der Unterstützung von Malte Beversdorff, der bei der Zusammenstellung des Teams fleißig mitgeholfen hatte. Mit den beiden Neuzugang Dorian Lübbers (Lotto-Kernhaus) und Johannes Hodapp (Leopard), einem Eigengewächs im RSV Gütersloh, verfügen die „Grün-Weißen“ jetzt über drei ehemalige Profis in ihren Reihen. Mit dem hoffnungsvollen Jung-Amateur Paul-Robert Kaminski sowie dem „Kraftpaket“ und Tempobolzer Alexander Hötte kamen zwei weitere Leistungsträger zum bestehenden Kader um Ex-Profi Michel Gießelmann, Bahnspezialist Moritz Kaase, Felix Wigger und dem nimmer müden Norbert Seewald hinzu. Mit dem Kader kann der RSV Gütersloh mit allen deutschen Amateurteams und einigen Profimannschaften mithalten und zählt sicherlich zu den leistungsstärkeren Teams, sofern sie es schaffen geschlossen anzutreten, was in den letzten drei Jahren nur selten der Fall war.

Eine weiterer Erfolgsgarant sind im RSV Gütersloh die Masterfahrer. Während die Straßenfraktion durch die Abgänge von Andreas Jung und Roman Nowak weiter ausgedünnt wurde, konnte die Cross- und MTB-Abteilung mit dem Dortmunder Markus Rehborn einen leistungsstarken Neuzugang verzeichnen. Mit dem zweifachen Deutschen MTB-Meister Sven Pieper sowie dem derzeit noch etwas stärker fahrenden Florian Schweter verfügen die RSVer über einige Masterfahrer, die zu den stärksten in ganz Deutschland zählen und für unzählige Siege und Titel stehen.

Der Nachwuchs des RSV Gütersloh hat mit dem Wechsel des Nationalkaderfahrers Henri Appelbaum in den Profibereich zum Team Saris Ruvi Sauerland und dem Wechsel von … (Roling Steinfurt) seine beiden Aushängeschilder verloren. Zwar verfügen die Gütersloher mit beiden Bundesligafahrerinnen Linda Riesmeyer und Sarah Strothmann (Juniorinnen) Maxim Roor (Jugend U17), Nico Baretti, Nick Kottmeyer (Jugend U17), dem zweifachen NRW-Meister Till Nieländer, Leo Roggenkamp (Schüler U13) und Vadim Roor (Schüler U11) über einen kleinen aber leistungsfähigen Nachwuchskader der für viele Siege und Platzierungen steht. Zudem haben einige Nachwuchs-Talente bereits den Sprung in den NRW-Kader geschafft. Aber die sportliche Entwicklung des Nachwuchskaders wird für Jugendwart Jörg Kottmeyer durch den Abgang des A-Lizenzinhabers Roman Nowak und dem B-Scheininhaber Andreas Jung schwierig. Mit dem zu seiner aktiven Zeit schnellen Sprinter Timo Pahnhenrich, der beim Bundesligisten Olympia Dortmund zusammen mit Erik Zabel fuhr, und Uwe Tyralla verfügt der RSV Gütersloh noch über zwei engagierte Trainer. Doch dass kann über das strukturelle Problem im RSV Gütersloh nicht hinwegtäuschen. Nach einem Jahrzehnt, in dem der RSV Gütersloh im Landesverband Nordrhein-Westfalen eine Sonderstellung einnahm, weil er als einziger Verein über ein starkes Elite-, Frauen-, Master- und Jugendteam verfügte und in allen Radsportdisziplinen wie Straße, Bahn, Cross und MTB „vorne“ vertreten war, so ist seit dieser Saison eine Zäsur eingetreten. Über Frauen verfügen die Gütersloher nach dem Wechsel von Lydia Ventker und Amlie Hild in das selbst gegründetes Profiteam Maxx-Solar Rose Women Racing gar nicht mehr, das Juniorinnen-Bundesligateam wurde nach einer „holprigen Saison“ (Hans-Jörg Eggert) aufgegeben und nicht als mögliche Talentschmiede für die Profimannschaft von Lydia und Sebastian Ventker weiterentwickelt, der Jugend- und Masterbereich durch Vereinswechsel geschwächt und auch im Trainerstab gab es durch die erwähnten Abgänge von Roman Nowak und Andreas Jung eine deutliche Zäsur.