NRW-Bergmeisterschaften am Bilster Berg: Bernd Brune siegt und viele Top-Plazierungen in allen Klassen
Gütersloh (man). Für die Radrennfahrer des RSV Gütersloh lagen bei den Offenen NRW-Bergmeisterschaften am Bilster Berg Licht und Schatten dicht beisammen. Nach den Siegen von Bernd Brune in Masterklasse 4 und Paula Nieländer bei den Juniorinnen schied Elitefahrer Johannes Hodapp nach einem Massensturz im Eliterennen frühzeitig mit einem Schlüsselbeinbruch aus. In dem Sturz waren weitere RSVer verwickelt, Glück hatte hingegen Lucas Riepe, der unfallfrei durchkam und 15. wurde. Till Nieländer, Wadim Roor und Sebastian Ventker rundeten als Dritter und jeweils Vierter das gute Abschneiden der RSVer ab. Der zweifache MTB-Meister Sven Pieper startete auf der Weltcup-Strecke im niederländischen Oldenzaal als Sechster in die MTB-Saison und ließ bei den Offenen NRW-Berg-Meisterschaften einen achten Platz folgen.
Für Bernd Brune läuft es derweil wie am Schnürchen. Nach dem Sieg in Merken war der Seniroen-4-Fahrer auch am Bilster Berg nicht zu stoppen. Im gemeinsam mit der Masterklasse 3 gestarteten Rennen konnte der Sprintspezialist zusammen mit dem früheren Deutschen Meister Bernd Schmelz (TSV Ippinghausen) als einziger das hohe Tempo der Spitzengruppe mitgehen. Im Finale hatte der RSVer die schnelleren Beine und gewann mit deutlichem Vorsprung vor Bernd Schmelz und Andreas Leschert (RC 07 Fulda). ?Als ausgemachter Sprinter konnte ich zum ersten Mal in meiner Karriere NRW-Bergmeister werden?, erklärte Brune überrascht und zufrieden zugleich. Für den Meller war es bereits der sechste Sieg im sechsten Saisonrennen. In der Masterklasse 3 investierte Martin Dauk viel Kraft um das Tempo hochzuhalten und versuchte es auf dem windanfälligen Kurs mit einem langen Ausreißversuch. Als sich die entscheidende dreiköpfige Spitzengruppe absetzte, konnte der RSVer aber nicht folgen und musste sich im Finale mit dem Neunten Platz begnügen. In der Masterklasse 2 sorgte Sven Pieper dafür, dass eine Ausreißergruppe wieder gestellt wurde. Diese Chance nutzte sein RSV-Teamkollege Sebastian Ventker um sich mit dem Wuppertaler Krzysztof Kujawinski vielversprechend abzusetzen. Nach dem Massensturz im Eliterennen wurde aber auch das zeitversetzt gestartete Masterrennen angehalten und nach einer längeren Pause neu gestartet. Im weiteren Rennverlauf konnte sich kein Fahrer mehr absetzten und im Massensprint des geschlossenen Feldes zögerte Ventker ein wenig zu lange und musste sich mit dem vierten Platz begnügen. ?Die Form ist aber schon überraschend gut?, erklärte Ventker nach dem Rennen zufrieden. RSV-Teamkollege Sven Pieper wurde Achter und richtete den Blick schon auf das anstehende MTB-Rennen auf der UCI-Weltcupstrecke im niederländischen Sittart am kommenden Wochenende.(Foto:Werner Möller)


