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05.10.2021

Sven Pieper wird Deutscher Vizemeister bei der Cycle-Cross-DM

Gütersloh (man). Der Langenberger Off-Road-Spezialist Sven Pieper (RSV Gütersloh) ist derzeit kaum zu stoppen. Drei Wochen nach dem Gewinn der Deutschen Meisterschaft im MTB XCO Cross-Country ist der 43-jährige selbständige Langenberger Personaltrainer bei seiner ersten Teilnahme an einer Cycle-Cross-DM sensationell zur Deutschen Vizemeisterschaft in der Altersklasse Master 2 gefahren. „Der Kurs in Kehl lag mir einfach. Das war kein typischer Cross-Kurs und ich konnte deshalb von meiner Vorbereitung für die MTB-DM profitieren“, freute sich Pieper nach dem Gewinn der Silber-Medaille. „Mein Ziel war eine Top-Ten-Platzierung. Insgeheim hatte ich mit einem Platz unter den ersten fünf geliebäugelt“, erklärte der Langenberger zu seiner Zielsetzung im Vorfeld seiner DM-Premiere in Cycle-Cross. 30 Sekunden schneller war im baden-württembergischen Kehl nur Sven Baumann (SV Hildburghausen), der bei der MTB-DM hinter Pieper Vizemeister geworden war. „Sven Baumann war am Samstag einfach der Stärkere und hat verdient gewonnen. In der letzten Runde bin ich noch einmal bis auf 15 Sekunden herangekommen. Bis zu Sven hätte es aber wohl nicht mehr gereicht und da er der bessere Sprinter ist, bin ich nach einem Fahrfehler doch wieder auf Sicherheit gefahren und er ist mir wieder etwas weggefahren“, erklärte Pieper nach dem kräftezehrenden Rennen. Martin Masson und Roman Nowak rundeten als 13. und 18. das erfolgreiche Abschneiden der Masterfahrer des RSV Gütersloh ab.

Als Fünfter der Bundesligawertung angereist durfte Pieper aus der ersten Startreihe in das DM-Rennen starten und bog auch an dieser Position nach der Startgeraden ins Gelände ein. Am ersten langen Anstieg, der im oberen Teil durch eine langgezogene Treppe und einen weiteren steilen, aber kurzen Abschnitt geprägt war, konnte Pieper bereits bis auf den dritten Platz vorfahren. „Das intensive Training im Fitnessstudio hat sich ausgezahlt. Ich hatte genug Kraft und konnte bis zur letzten Runde die Treppe mit Zwei-Stufen-Schritten hochlaufen und so Zeit auf die Konkurrenz gut machen“, erklärte der 43-Jährige nach dem schweren DM-Rennen zufrieden, aber erschöpft zugleich. Besonders wohl fühlte sich Pieper in den vielen technischen Passagen. „Wir mussten viel Parallel zum Hang fahren. Auf dem trockenen Boden war das ganz gut zu fahren, wenn es aber nass gewesen wäre, dann hätten wir viel Laufen müssen“, analysierte der RSVer. Das trockene Wetter mit den milden Temperaturen kam Pieper aber auch in anderer Hinsicht entgegen. Nach seinem schweren Sturz beim Bundesligarennen in Bensheim musste der Langenberger ohne Ersatzrad anreisen und hatte auch keinen Helfer im Materialdepot stehen. „Bei dem Wetter und den Bodenverhältnissen musste man das Rad auch nicht tauschen“, führte der RSVer weiter aus. „Das Rennen hat auf jeden Fall richtig Spaß gemacht“, erklärte Pieper im Rückblick. Bereits am kommenden Wochenende steht für den 43-jährigen RSVer mit der Marathon-DM im Mountain-Biken die nächsten nationalen Titelkämpfe auf dem Programm. Im vergangenen Jahr konnte der Langenberger Dritter werden und hofft auch in diesem Jahr auf Podiumsplatzierung, wobei der technisch einfache Kurs in Singen nicht nach dem Geschmack des RSVers ist.