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16.09.2021

Trotz Los-Pech - Moritz Kaase wird vierter bei den Deutschen Stehermeisterschaften in Chemnitz

Gütersloh (man). Der Gütersloher Radrennfahrer Moritz Kaase (RSV Gütersloh) hat bei den Deutschen Stehermeisterschaften auf der Bahn das nervenaufreibende hin und her, rauf auf die Bahn, runter von der Bahn gut weggesteckt und mit Platz vier ein starkes Ergebnis abgeliefert. Einsetzender Regen wirbelte den Zeitplan immer wieder durcheinander. So mussten die für Freitag geplanten Vorläufe über 40 km Länge nach mehreren Versuchen komplett abgesagt und auf den Samstag Morgen verschoben werden. „Die 333 m lange Bahn in Chemnitz kann genau wie in Bielefeld mit Höchstgeschwindigkeit gefahren werden, allerdings ist es angesichts der steilen Kurven bei Nässe zu gefährlich die Bahn zu befahren“, erklärte Kaase. Aber auch am Samstag Morgen spielte das Wetter lange nicht mit. „Viermal sind wir zwischen Hotel um Radrennbahn gependelt, um in den meisten Fällen unverrichteter Dinge wieder abzuziehen“, erklärte Moritz Kaase, Bahnspezialist des RSV Gütersloh, das nervenaufreibende hin und her. Nach mehreren Anläufen konnten am frühen Nachmittag die auf 20 km eingekürzten Vorläufe nachgeholt werden. „Das bedeutet gerade einmal 17 Minuten Fahrzeit und da ist die Startposition ganz wichtig, zumal sich nur die ersten drei sicher für das Große Finale qualifizierten“, erklärte Kasse, der bei der Auslosung aber Pech hatte. Startplatz sieben bedeutete von der letzten Position ins Rennen zu starten. Mit einem Blitzstart fuhr Kaase an der Rolle seines Bielefelder Schrittmachers Matthias Acker schnell hinter die Titelanwärter Robert Retschke/Holger Ehnert und vor dem früheren Deutschen Meister Christoph Schweitzer/Andre Dippel (RC Zugvogel Aachen) auf den zweiten Platz. Während Kaase im Sog von Retschke/Ehnert Platz zwei verteidigte, wehrten Schweizer/Dippel die kraftraubenden Angriffe der Konkurrenz ab. Als der Vorsprung auf Rang vier groß genug war, ließ das Gespann Kaase/Acker das Gespann Schweizer/Dippel passieren und qualifizierte sich sicher als Dritter für das Große Finale über eine Stunde am Samstag Abend.

Allerdings hatte Moritz Kaase auch da wieder Los-Pech. Während die Titelanwärter von den ersten Positionen ins Rennen starteten musste der RSVer wieder von der siebten und damit letzten Position ins Rennen starten. „Damit war ein eingreifen in die Podiumsplätze von vornherein unmöglich“, ärgerte sich Kaase ein wenig, der insgeheim auf eine kleine Überraschung spekuliert hatte. Schnell fuhr Kaase mit seinem Bielefelder Schrittmacher Matthias Acker trotz verhaltener Taktik bis auf Platz fünf vor und legte sich die auf Platz vier fahrenden Ville Möbius/Gerd Gessler (Forst) zurecht. Als Möbius eine Schwäche zeigte zogen Kaase/Acker mit einer Tempoverschärfung vorbei und bauten den Vorsprung schnell und deutlich aus. Mit Platz vier nach einer Stunde Fahrzeit meldete sich Moritz Kaase eindrucksvoll in der nationalen Spitze der Steher zurück und feierte nach fast einem Jahr Zwangspause auf der Bahn ein beeindruckendes Comeback, nachdem es im Vorjahr nur zu einem enttäuschenden Rang Acht und Finalsieg im Kleinen Finale gereicht hatte. Die Deutsche Meisterschaft sicherte sich zum zweiten Mal nach 2019 der Aachener Radprofi Christoph Schweizer. Mit seinem Bielefelder Schrittmacher Andre Dippel verwies der Radprofi das Gespann Robert Retschke/Holger Ehnert nach einem spannenden Kopf-an-Kopf-Rennen mit einer halben Bahnlänge Vorsprung auf den zweiten Platz. Dritter wurde mit Rundenrückstand Daniel Harnisch mit Schrittmacher Peter Bäuerlein.