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01.07.2021

Henri Appelbaum(15) fährt bei den Deutschen Nachwuchsmeisterschaften in der Juniorenklasse U19 auf Platz sechs

Gütersloh (man). Mit dem 6. Platz bei den Deutschen Nachwuchsmeisterschaften im rheinland-pfälzischen Bolanden ist Henri Appelbaum (RSV Gütersloh) in die nationale Spitze der Juniorenklasse U19 gefahren. Auf dem 17-mal zu durchfahrenden 7,6 km langen Eifelkurs mit seinem schweren 1,4 km langen Anstieg zum Donnersberg hatte das 15-jährige Nachwuchstalent des RSV Gütersloh nach 132 km im Ziel 43 Sekunden Rückstand auf den Sieger Cedric Abt (3:07:55 Std., Radlerclub Pfullendorf), Luis-Joe Lührs (RC Die Schwalben München) und Daniel Schrag (Tadteam Aichach 2000). „Ich bin total happy. Das war so gut“, freute sich Appelbaum. Mit dem starken Abschneiden hofft der RSVer zudem seinem Ziel eines Renneinsatzes mit dem Nationalkader ein gehöriges Stückchen näher gekommen zu sein. „Jetzt haben die mich vorne mal gesehen und wahrgenommen“, erklärte Appelbaum zufrieden, der als Bester Fahrer des jüngeren Juniorenjahrgangs und bester NRW-Fahrer ein Ausrufezeichen setzte.

Glück hatte Appelbaum in der ersten Runde. In der hektischen Startphase kam es zu mehreren Stürzen und auch der 15-jährige Gymnasiast musste einmal vom Renner, als sich das Sportgerät eines Konkurrenten in sein Vorderrad verhakte. „Es ist aber nichts schlimmes passiert und ich war schnell wieder im Feld“, erklärte der 15-jährige, der sich von da an vorne einreihte und in der Spitze festsetze. „Das war ein reines Ausscheidungsfahren. Von Runde zu Runde wurde das Feld kleiner. Von den 165 gestarteten Fahrern haben nur 36 das Ziel erreicht, alle anderen sind abgehängt oder wegen zu großem Rückstand von der Jury aus dem Rennen genommen worden“, wusste das 15-jährige RSV-Talent von einem schweren Rennen zu berichten. Bereits nach sieben von 17 Runden war das Hauptfeld auf 30 Fahrer zusammengeschmolzen. Vier Runden vor Schluss schaffte Appelbaum auf der Abfahrt vom Donnersberg den Sprung zu einer sechsköpfigen Spitzengruppe, die sich in der vorletzten Runde am Berg erneut teilte. Die drei späteren Erstplatzierten setzten sich ab und Appelbaum bildete mit drei weiteren Fahrern die Verfolgergruppe. „Meine Beine haben so zu gemacht, da ging nichts mehr. Das tat so weh. Wir sind die Berge immer mit 400 Watt hochgetreten“, musste das RSV-Talent bis an das Limit gehen. Am letzten Anstieg zerlegte sich dann aber auch noch einmal die Verfolgergruppe, so dass alle Fahrer einzeln ankamen. „Mit knapp einem 41er Schnitt war das Rennen aber auch sehr schnell und sehr hart“, so Appelbaum. Zufrieden war zudem RSV-Nachwuchs-Trainer Roman Nowak. „Henri hat unsere Taktik genau umgesetzt“, freute sich Nowak. Mit dem NRW-Bundesliga-Team freut sich Appelbaum als nächstes auf einen belgischen Klassiker, der zu großen Teilen über die Strecke der Flandern-Rundfahrt führt. Gut hielten sich die beiden weiteren RSVer im Junioren-Feld. Lukas Riepe wurde erst spät mit einer Nachfolgergruppe aus dem Rennen genommen und als 41. gewertet. Linus Brinkert sammelte bei seiner DM-Premiere reichlich Erfahrung, verlor aber nach einem Sturz frühzeitig den Anschluss an das Hauptfeld und wurde mit einer Gruppe nach vier Runden aus dem Rennen genommen.

Gar nicht zufrieden war NW-Kaderfahrerin Linda Riesmeyer. Die 15-jährige gewann nach 55 km den Sprint der Sprint der zweiten Verfolgergruppe und wurde als 16. der weiblichen Jugend U17 gewertet. „Das ist einfach blöd gelaufen. Ich wollte unter die Top-Ten fahren. Woran es gelegen hat, weiß ich nicht“, erklärte das RSV-Talent enttäuscht und ratlos zugleich. In der männlichen Jugend U17 zeigte MTB-Spezialist Maxim Roor bei hochsommerlichen Temperaturen eine ordentliche Leistung und fuhr nach 78 km als 38. ins erste Drittel. In der Schülerklasse U15 musste dagegen Nico Baretti nach einem Sturz aufgeben und Nick Kottmeyer (beide RSV Gütersloh) wurde vorzeitig aus dem Rennen genommen.