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Unsere Veranstaltungen:

KEINE Teampräsentation 2020

Aufgrund der aktuellen Entwicklungen um SARS-CoV-2 (Coronavirus) sagen wir unsere Teampräsentation am Freitag, 13.03.2020 ab.
Die Entscheidung ist uns nicht leicht gefallen - im Sinne der Gesundheit aller Beteiligten bitten wir um Verständnis.


28.12.2019

Carsten König & Andreas Osterheider beeindrucken in 2019 mit außergewöhnlichen Leistungen

Gütersloh (man). Beim Radsportverein (RSV) Gütersloh haben in diesem Jahr zwei Touristiker mit außergewöhnlichen Leistungen beeindruckt. Der 54-jährige Steinhagener MTB-Spezialist Carsten König fuhr mit dem Mountain-Bike an einem Tag den 174 km (3.300 Höhenmeter) langen Rennsteig im thüringischen Wald hin und am nächsten Tag wieder zurück und der Gütersloher Andreas Osterheider umrundete bei der 332 km (8.350 HM) langen „Tour de Mont Blank“ an einem Tag Frankreichs höchsten Berg und erklomm dabei sieben Alpenpässe. „Das war ein schönes Erlebnis und Berge ohne Ende. Zum Schluss ging es aber nur noch darum, heile anzukommen. Nochmals werde ich das aber nicht machen“, erklärte Osterheider nach dem längsten Sporttag seines Lebens. Nach 15:30 Stunden und sechs kurzen Pausen von zehn bis 15 Minuten belegte der 57-jährige Gütersloher unter 550 Teilnehmern aus 23 Nationen den 66. Platz in der Gesamtwertung und dem 13. Rang in der Altersklasse 55-60.

Nach dem Start um 5:00 Uhr Morgens im 1.650 m hoch gelegenen Les Saisies ging es unter Licht erstmal bergab. „Dabei war der Risikofaktor deutlich höher als beim Ötztaler Radmarathon, weil es dunkel war, die Straßen und Kurven enger waren und sich Schwellen auf der Fahrbahn befanden“, erklärte Osterheider, der selber miterlebte, dass nicht alle Teilnehmer gesund durchkamen und einige stürzten. Mit seinem Wattmessgerät am Rennrad hatte sich der RSVer akribisch auf den Wettkampf vorbereitet und erstmals im Frühjahr mit einigen Vereinskollegen ein Trainingslager auf Mallorca absolviert. „Zwischendurch musste ich 30 km alleine fahren, aber im zweiten Abschnitt waren wir zu dritt und nach hinten raus haben wir nur noch andere Fahrer eingeholt“, freute sich Osterheider über die gute Einteilung der Kräfte und den Windschatten der Kollegen. „Trotzdem war es aber auch eine Art Überlebenskampf“, erklärte der Gütersloher, dass er bei Temperaturen von 4 Grad beim Start und Nachmittags von knapp 40 Grad bis an die Belastbarkeitsgrenze fahren musste. Erschwerend kam hinzu, dass die Organisatoren kurzfristig die Streckenführung ändern mussten und die Route deshalb nicht auf das Navigationssystems des Radtachos zu installieren war. In angenehmer Erinnerung blieb Osterheider aber die Kollegialität unter den Teilnehmern. „Aufgrund der langen Tour wollten alle nur ankommen und es war untereinander viel entspannter als bei anderen Veranstaltungen“, berichtete der RSVer von einer großen Hilfsbereitschaft.

Auf eigene Faust war Carsten König auf den Rennsteig unterwegs. Zwar hatte der Steinhagener den Weg auf seinem Navi im Radcomputer, doch der Rennsteig ist gut ausgeschildert. „Da braucht man kein Navi“, so König. Nach der Anreise morgens um 5:00 Uhr machte sich der 54-jährige Steinhagener bei diesigem und etwas nebeligen Wetter um 7:45 Uhr auf die 174 km und 3.300 Höhenmeter. „Auf den ersten 35 km hatte ich die meisten Höhenmeter zu absolvieren. Darum ist der Weg von West nach Ost auch leichter. Dann hat man kurze, knackige Anstiege und lange Abfahrten und zum Schluss nur noch kurze Anstiege“, erklärte König, der in Hörschel bei Eisenach startete und bis zum Ziel in Blankenstein fuhr. „Unterwegs hab ich zweimal Pause gemacht und bin entspannt gefahren. Am Rennsteig gibt es viele Wanderer-Hotels“, erklärt König, der mit 23 Grad optimale Wetterbedingungen vorfand und Glück hatte, dass an dem Tag nur wenige Wanderer unterwegs waren. So konnte der 54-jährige RSVer ruhig fahren. Negativ blieb König aber in Erinnerung, dass der Weg teilweise sehr steinig und ausgewaschen war und deshalb zahlreiche Baumwurzeln frei lagen. „Gefühlt bin ich über eine Million Baumwurzeln gefahren“, erklärte König über das „Gehoppel“ leicht generft. „Ansonsten war es schon ein Highlight, den Rennsteig in einem Rutsch zu fahren. Das ist schon wie ein kleiner Ötztaler“, erklärte der 54-jährige Maschinenbau-Ingenieur nach 9:25 Stunden Fahrzeit zufrieden. Für die Rückreise zum Startort Hörschel wählte König am nächsten Tag den leichteren Weg über die Straße mit 166 km und nur 1.500 Höhenmeter.