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10.07.2019

Deutschen Meisterschaften: Andreas Jung auf Platz 10 und Lydia Ventker auf Platz 11

Gütersloh (man). Das Wochenende stand für die Radrennfahrer des RSV Gütersloh ganz im Zeichen der Deutschen Meisterschaften. Andreas Jung erreichte bei den Deutschen Senioren-Meisterschaften in Görlitz den zehnten Platz in der Masterklasse 2 und Bernd Brune Rang 18. in der Masterklasse 3. Lydia Ventker glänzte derweil bei den Deutschen Meisterschaften im Bergfahren im württembergischen Ilstein Auenstein als Elfte. „Das war mein härtestes Rennen in diesem Jahr“, atmete die 33-jährige im Ziel erschöpft durch.

Auf dem anspruchsvollen und mit zahlreichen Höhenmetern bespickten 8 km-Rundkurs durch die Weinberge mit seiner technisch anspruchvollen Abfahrt schlugen die Frauen von Beginn an ein hohes Tempo an und es bildete sich schnell eine größere Spitzengruppe in dem völlig aufgesplitterten Frauenfeld. „Das Tempo wurde am Berg sehr hoch gehalten und dann folgten die Attacken“, erklärte Ventker, die sich bis zur siebten von zehn Runden (81 km) in der Spitzengruppe behaupten konnte. „Dann musste ich mit meinen beiden Teamkolleginnen vom Bundesligateam und drei weiteren Fahrerinnen die Spitzengruppe ziehen lassen“, so Ventker. Auf der Schlussrunde arbeitete Ventker viel für ihre Teamkolleginnen und fuhr dann den Spurt von der Spitze. „Ich konnte fast noch eine Fahrerin einholen. Mein Ziel war eigentlich mehr, aber ich habe 110 Prozent gegeben und mich immer zurückgekämpft. Darum bin ich zufrieden“, erklärte Ventker nach 81 km und Platz elf zufrieden. Neue Deutsche Meisterin wurde die Bremerin Carolin Schiff (VC Vegesack) vom Bundesligisten Maxx-Solar, die beim Gütersloher Abendrennen hinter Ventker Zweite geworden war.

Zufrieden war auch Andreas Jung mit Platz zehn nach seiner ersten Deutschen Meisterschaft bei den Senioren. „Das war ein reines Ausscheidungsfahren. Unsere Verfolgergruppe wurde von Runde zu Runde kleiner“, erklärte Jung nach 120 km erschöpft und hatte dabei die Prominenten Ausfälle wie die Ex-Profis um den Sechs-Tage-Spezialisten Christian Lademann (Downhill Berlin) und Ex-Telekom-Profi Renzo Wernicke (RSC Nordsachsen) im Blick. Auf dem Anspruchsvollen 17,3 km Rundkurs in Görlitz „Rund um die Landeskrone“ mussten die Masterfahrer der Altersklasse 2 (40-49 Jahre) auf den 120 km über 1.650 Höhenmetern absolvieren. Während die Temperaturen noch recht angenehm waren, setzte der böige Wind den Fahrern mächtig zu und spielte auch die entscheidende Rolle, als sich die achtköpfige Spitzengruppe nach 25 km an einem der zahlreichen Anstiege absetzte und die Verfolgergruppe auf der Windkante nicht mehr die Möglichkeit hatte das Loch zuzufahren. „Wir sind nicht mehr nach vorne gekommen“, berichtete Jung nach den erfolglosen Versuchen resigniert. Nach 120 km war die ehemals 25-köpfige Verfolgergruppe auf vier Fahrer zusammengeschmolzen und Jung konnte sich im Sprint gegen seinen früheren Bundesliga-Kollegen vom Team Opel Schüler Berlin, Victor Ulzen (RV Lichterfelde-Steglitz), durchsetzen und den zehnten Platz heraussprinten. „Auf der ansteigenden Zielgeraden mit Gegenwind habe ich lange gewartet, bis ich vorbei gefahren bin“, wartete Jung im Finale lange ab. Den Sieg sicherte sich Markus Westhäuser (Bike-o-Rado Racing Team) vor Vladi Riha (VC Vegesack) und Marek Bosniatzki (RSG Muldental Grimma).

Nicht zufrieden waren dagegen Bernd Brune und Markus Nieländer mit ihrem Abschneiden im Rennen der Masterklasse 3. In dem hochklassig besetzten Fahrerfeld mit zahlreichen ehemaligen Deutschen Meistern und einigen Ex-Profis wurde nach einer zügigen ersten Runde ab der zweiten Runde richtig „Radgefahren“ und eine Attacke jagte die nächste. Das Feld lief jedoch immer wieder zusammen. Erst als sich der frühere Deutsche Meister Heinz Häusler nach 50 km löste, konnte keiner der 80 Fahrer folgen. Mit über einer Minute Vorsprung gewann der Fahrer des Teams Squadra Ciclismo Colonia nach 2013 zum zweiten Mal auf dem schweren Rundkurs in der Oberlausitz mit Start und Ziel in Görlitz den nationalen Meistertitel. RSV-Sprintspezialist Bernd Brune bog als Vierter am Hinterrad des späteren Vize-Meisters Rainer Beckers (Adam Donner Master Racing Team) ideal auf die 700 m lange und stetig ansteigende Zielgeraden ein, doch dann kam nichts mehr. „Da war kein Druck mehr in den Beinen“, ärgerte sich der 53-jährige, der in Görlitz schon auf die Plätze sechs und neun gesprintet war. Mit Platz 18. blieb Brune unter seinen Möglichkeiten und war entsprechend enttäuscht. Nicht rund lief es auch bei Markus Nieländer. Eine Woche nach dem 169 km langen Dreiländergiro in Nauders und zwei Tage nach dem Nachtuhlenrennen in Stadtlohn war bei dem Harsewinkeler zehn Kilometer vor dem Finale der Akku leer und er musste das Hauptfeld am knapp zwei Kilometer langen Anstieg nach Jauernick ziehen lassen. Als 39. erreichte der 51-Jährige das Ziel.