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17.08.2018

Moritz Kaase vierter bei den Deutschen Meisterschaften der Steher

Gütersloh (man). Die Vorzeichen standen für Moritz Kaase (RSV Gütersloh) bei den Deutschen Meisterschaften der Steher auf der Radrennbahn in Chemitz nach der langen Verletzungspause aufgrund eines Sturzes über Pfingsten nicht gut. Selbst die Derny-DM auf der Bielefelder Radrennbahn musste der 23-jährige Lokalmatador im Dress des RSV Gütersloh als Zuschauer verfolgen. „Wenn es gut läuft, werde ich Fünfter“, rechnete Kaase im Vorfeld hoch, der wieder mit seinem etatmäßigen Schrittmacher Matthias Acker (Bielefeld) in die DM startete.

Der erste Vorlauf über 40 km lief ganz nach dem Geschmack von Moritz Kaase. Hinter dem mehrfachen Deutschen Meister und amtierenden Europameister Franz Schiewer (RK Endspurt 09 Cottbus) fuhr der RSVer mit Rundenverlust auf den zweiten Platz, konnte die übrige Konkurrenz aber sicher in Schach halten. „Das hat viel Selbstertrauen für das Finale gegeben“, erklärte Kaase zufrieden. Das Finale der besten Sechs über eine Stunde schien dann aber schnell die Hoffnung auf eine Platzierung unter den ersten fünf zunichte zu machen. Von Beginn an wurde ein höllisches Tempo angeschlagen und die Positionskämpfe gestartet. Der Titelverteidiger Franz Schiewer (RK Endspurt Cottbus) sowie die beiden Profis Christoph Schweizer (Team Sauerland) und Robert Retschke schafften schnell den Rundengewinn und fuhren wie in einer anderen Liga. Auch Kaases Dauerrivale Daniel Hanisch (SC DHFK Leipzig) nahm dem RSVer schnell eine Runde ab und setzte zum zweiten Rundengewinn an, während Kaase noch in einem hartnäckigen und kräftezehrenden Positionskampf mit Thomas Steger (RV Union Nürnberg) steckte. Das hohe Tempo hatte aber auch beim Leipziger Harnisch Spuren hinterlassen. Als er dem auf dem letzten Rang fahrenden Gespann Kaase/Acker die zweite Runde abnehmen wollte, kam Harnisch das erste Mal von der Rolle seines Schrittmachers. „Zu dem Zeitpunkt waren noch 40 Minuten zu fahren. Da wusste ich, wir haben noch eine Chance ihn wieder einzusammeln“, schöpfte Kaase neuen Mut. Erst entschied er den Positionskampf mit Thomas Steger für sich und konnte diesen mit Rundengewinn deutlich distanzieren. Dann tauchte auch schon der stark abbauende Harnisch das erste Mal vor Schrittmacher Matthias Acker auf. „Wir hatten zu dem Zeitpunkt noch jede Menge Zeit und Daniel ging schon zu Fuß. Er fuhr so langsam und hatte deutliche Probleme mit dem Tempo. Wir mussten nur konstant bleiben und das haben wir geschafft“, freute sich Kaase, bei dem es jetzt richtig rund lief. Mit Platz vier in der Gesamtwertung erzielte Kaase sein bisher bestes DM-Ergebnis bei den Stehern und darf sich berechtigte Hoffungen auf die Teilnahme an den Steher-Europameisterschaften im September in Erfurt machen. „Hoffentlich entscheidet sich der Bundestrainer für mich“, hofft der 23-jährige auf einen weiteren Saison-Highlight. Seinen Deutschen Meistertitel verteidigte der amtierende Europameister Franz Schiewer mit deutlichem Vorsprung vor den Profis Christoph Schweizer und Robert Retschke.