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24.07.2008

Für Christoph von Kleinsorgen steht jetzt Regeneration an!!

Gütersloh (man). Nach dem Ironman in Roth (Staffel) und der anschließenden über sechs Etappen führenden „Niederrhein-Tour“ steht für Christoph von Kleinsorgen, Radrennfahrer des RSV Gütersloh, Regeneration auf dem Plan. Bei der Quelle Challange Roth führte von Kleinsorgen die Spezialistenstaffel bei Dauerregen und 13 Grad auf den dritten Platz und bei der Niederrhein-Tour belegte der Rennfahrer des Gütersloher „Volvo-Markötter-Teams“ als bester Amateurfahrer den vierten Platz.

„Nach den 180 km beim Ironman waren die ersten Radrennen bei der Niederrhein-Tour total hart, weil ich keinen Tag Pause hatte und die sechs City-Radrennen eine ganz andere Belastung darstellten. Zudem war die Muskulatur von der Regenschlacht in Roth noch total platt“, erklärte von Kleinsorgen. Das 180 km lange Zeitfahren in Roth steckte von Kleinsorgen aber erstaunlich gut weg. Zum Auftakt sprintete der frühere Pro-Tour-Profi und Teamkollege von Jan Ullrich in Emmerich und Schermbeck jeweils als siebter des erlesenen und mit zahlreichen Profis und Bahn-Natioalkaderfahrern besetzten Starterfeldes über die Ziellinie. In Wesel folgte am dritten Tag mit dem dritten Platz das beste Ergebnis. Erst auf der Zielgeraden des über 84 km führenden City-Radrennens fingen die beiden Profis Philip Mamos (Team Sparkasse) und Michael Kurt (Regiostrom) den schnellen Rennfahrer des RSV Gütersloh noch ab. „In dem Moment war ich mausetod“, erklärte von Kleinsorgen, der auf den letzten zehn Runden mehrmals attackiert und sich sechs Runden vor Schluss aus einer Spitzengruppe alleine abgesetzt hatte. Mit den Plätzen fünf und sieben in Rheinberg und Geldern sicherte der Rennfahrer des Gütersloher „Volvo-Markötter-Teams“ seinen vierten Platz in der Gesamtwertung. Den Sieg sicherte sich der mehrfache Bahnweltmeister und Sechstage-Spezialist Bruno Risi (Schweiz). „Mit meinem Abschneiden bin ich voll zufrieden. Ich war jeden Tag unter den ersten zehn platziert und der mit Abstand beste Amateur“, freute sich von Kleinsorgen nach der Rundfahrt über sein gutes Abschneiden.

Einen Tag nach der Niederrhein-Tour sprintete Christoph von Kleinsorgen erneut auf das Treppchen. In Lembeck attackierte der Rennfahrer des RSV Gütersloh drei Runden vor Schluss und wurde erst auf der Zielgeraden vom siegreichen Bruon Risi (Schweiz) und Malte Urban (Team Focus-Alpecin) gestellt. „Zum Sieg haben mir nur 50 Meter gefehlt, aber als die beiden kamen, hatte ich nichts mehr zuzusetzen“, erklärte von Kleinsorgen später im Ziel. In der NRW-Rangliste dürfte von Kleinsorgen nach den zahlreichen Erfolgen in der vergangenen Woche die Spitzenposition noch fester im Blick haben. Bisher wurde der 27-Jährige auf Platz zwei hinter Andreas Keuser (Team Physiodom) und in der BDR-Rangliste als fünftbester Amateur auf Platz 59 geführt.

Mit seinem Abschneiden in Roth war von Kleinsorgen dagegen nicht ganz zufrieden. „Bei meinem Kettenblatt war ein Zahn verbogen, weshalb die Kette unter Druck immer runterfiel. Das hat mich viel Zeit und Nerven gekostet“, erklärte der 27-jährige RSVer, weshalb er deutlich über seinem eigenen Streckenrekord von 4:18:21 Stunden blieb. Mit „angezogener Handbremse“ absolvierte von Kleinsorgen die 180 km bei Regen, 13 Grad und leichtem Wind in 4:42 Stunden und legte für die ARNDT-Staffel mit Martin Kade und Roland Andock den Grundstein für den dritten Platz in der Staffelwertung unter gut 500 Teams. „Mein neues Zeitfahrrad ist aber sonst eine echte Waffe“, trauerte von Kleinsorgen immer noch seinem wegen einer Grippe verpassten Start bei den Deutschen Meisterschaften im Einzelzeitfahren nach.

Schnell unterwegs waren aber auch die anderen Rennfahrer des RSV Gütersloh. Paul Voigt sprintete bei der „10. Nienburger City Nacht“ nach 70 Runden über 63 km auf den achten Platz. Pech hatte dagegen Carsten Eggert, der auf dem nassen Kopfsteinpflaster stürzte. Mit Prellungen und Hautabschürfungen konnte der 36-Jährige das Rennen aber fortsetzen und wurde 15.

Eine „Regenschlacht“ war auch das City-Radrennen in Bocholt. Nach 100 Runden über 63 km sprintete Paul Voigt hinter Boris Fastring (RC Bocholt) und Florian Schweter (RV Flottweg Langendreer) auf den dritten Platz. „Das war ein reines Ausscheidungsfahren“, kommentierte Voigt das Radrennen über zahlreiche Kopfsteinpflaster-Passagen. Gut im Rennen lag auch Bjrön Rüter (RSV Gütersloh). Der A-Fahrer des Gütersloher „Volvo-Markötter-Teams“ unterstrich seine derzeit gute Form mit dem achten Platz. Eine Zwangspause muss derzeit der dreifache Westfalen-Meister Christopher Breulmann (RSV Gütersloh) einlegen. Auf dem Weg mit dem Rennrad von der Arbeit nach Hause nahm dem Rennfahrer des RSV Gütersloh ein Autofahrer die Vorfahrt. Breulmann stürzte und zog sich eine Gehirnerschütterung zu.

Mit Platz fünf überraschte C-Fahrer Felix Reinken nach längerer Rennpause in Bochum. Bei dem 63 km langen Regennrennen profitierte der 24-jährige Student von der Teamarbeit mit Jürgen Lücke und wurde bei vier Wertungsabnahmen jeweils Zweiter. „Eigentlich wäre ich sogar Vierter gewesen, doch in der Schlusswertung hat man mir die Punkte als Zweiter nicht gutgeschrieben“, ärgerte sich der RSVer im Ziel.