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30.12.2014

28.12.2014 Westhoff-Wittwer 3. + 7. Dt-Cup, Stefan 10.14.

Gütersloh (man). Im Doppel-Finale im Deutschland-Cup haben die heimischen Querfeldeinfahrer des RSV Gütersloh noch einmal gute Platzierungen eingefahren und ihre Ranglisten-Position in der elf Läufe umfassenden Serie gefestigt. Dem knöcheltiefen Matsch und Schlamm beim „55. Herforder Silvester-Cross“ am Samstag folgte am Sonntag bei frostigen Temperaturen von minus fünf Grad am Reiterwaldstadion in Vechta ein Rennen auf hartgefrorenem Boden. Für die besten Einzelplatzierungen sorgte der heimische Nationalkader-Athlet David Westhoff-Wittwer (RSV Gütersloh). Am Samstag fuhr der Deutsche Vizemeister im Einer-Straßenfahren in Herford auf Rang drei und sorgte für seine dritte Treppchenplatzierung. In Vechta zeigte sich das RSV-Talent gut erholt, doch kosteten in einem knappen Rennen bei dem die ersten zehn Fahrer nur geringe Zeitabstände trennten, zwei Fahrerfehler an der Wurzelpassage in der Schlussphase des Rennens den Anschluss an die Spitze und eine weitere Treppchenplatzierung. Mit Rang sieben festigte der 14-jährige Stukenbrocker aber den vierten Platz in der Gesamtwertung. Damit kann Westhoff-Wittwer bei den Deutschen Querfeldein-Meisterschaften auf dem technisch anspruchsvollen Kurs in Borna am 11. Januar 2015 aus der ersten Startreihe starten.

„Heute lief es optimal“, war David Westhoff-Wittwer nach dem Rennen in Herford bestens zufrieden. Nach einem hart gefahrenen Start bei dem um jede Position gekämpft wurde, war der 14-jährige Stukenbrocker als Neunter ins Gelände gewechselt und hatte sich in der zweiten Runde bis auf den dritten Platz vorgearbeitet. Sieger Juri Hollmann (RSC Cottbus) hatte derweil mit einem hohen Anfangstempo für eine Vorentscheidung gesorgt. Mit deutlichem Vorsprung von über zwei Minuten gewann der Deutsche Vizemeister der Altersklasse U17 vor Dominic Karrasch (RG Hamburg) und David Westhoff-Wittwer. Am Sonntag bestimmten auf dem DM-Kurs von 2016 mit dem DM-Siebten Niklas Märkl (RV Quaidersbach) und dem Dänen Anders Lilliendal zwei Fahrer das Rennen am Reiterwaldstadion in Vechta, die am Vortag pausiert hatten. „Vom Sieger trennten David nur wenige Sekunden“, berichtete Trainer und Vater Stefan Wittwer von einem ganz schweren Rennen auf den hartgefrorenen, technisch anspruchsvollen aber schnellen Rundkurs in Vechta, auf dem 2016 die Deutschen Meisterschaften ausgetragen werden. Matteo Oberteicher, der im Oktober vom RSV Gütersloh zum RC Endspurt Herford gewechselt war, erzielte in Vechta als Achter sein bisher bestes Querfeldein-Resultat. Am Vortag hatte er bei seinem „Heimrennen“ den 21. Platz belegt. Schwer taten sich auch die beiden NRW-Auswahlfahrer des RSV Gütersloh. Melvin Trundle und Leandro D´Ecclesiis kämpften sich in Herford als 29. und 30. durch den Matsch. „Dei beiden sind einfach keine Crosser. Bahn und Straße liegt den beiden mehr“, erklärte RSV-Trainer Stefan Wittwer, der aber froh war, dass die beiden die harte Belastungseinheit durchstanden. In der Schülerklasse U15 freute sich Matteo Oberteicher über den 15. Platz.

Im Seniorenrennen zeigte Stefan Wittwer sowohl in Herford als auch Vechta als Zehnter und 14. jeweils starke Leistungen. Insbesondere der Silvester-Cross in Herford setzte dem Stukenbrocker zu. „Das waren 40 Minuten im Roten Bereich. Auf dem tiefen Boden rollte das Crossrad an keiner Stelle“, so der 46-jährige. Erschwert wurde das Rennen dadurch, dass die Reinigungsanlage im Material-Depot ausgefallen war und Wittwer das Crossrad nicht gegen ein „Sauberes“ tauschen konnte. „Ich glaube, dass Crossrad war nach dem Rennen von dem Matsch mindestens zwei Kilogramm schwerer“, so der RSVer. Im Finalrennen in Vechta legte Wittwer erneut einen „Traumstart“ hin und heftete sich in den ersten beiden Runden an das Hinterrad des siegreichen Deutschen Meisters Ralph Berner (VC Frankfurt), Stefan Danowski (TG RSV Hamburg) und Vladi Riha (VC Vegesack). „Das war aber doch eine Nummer zu groß und ich habe etwas überzockt“, analysierte Wittwer. „Auf den letzten Runden hatte ich mich dann aber wieder erholt“, erklärte Wittwer, der mit dem 14. Rang nicht ganz zufrieden war. Dafür freute sich der RSVer um so mehr über den zwölften Platz in der Gesamtwertung des Deutschland-Cups. Ohne den schweren Sturz in Magstadt mit Kopfverletzung, dem Kettenriss in Vaihingen und dem Abriss des Schaltwerks in Queidersbach wäre sogar eine „Top-Ten-Platzierung“ möglich gewesen. „Das ist aber egal. Ich bin unter die ersten 15 gekommen und starte bei den Deutschen Meisterschaften aus der zweiten Startreihe. Das war mein Ziel und das habe ich erreicht“, zog Wittwer zufrieden Bilanz.