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03.09.2014

31.08.2014 Fromberg 9. und 10. bei Master-WM in St. Johann.

Gütersloh (man). Zum Saison-Höhepunkt hat für Jürgen Fromberg (RSV Gütersloh) fast alles gestimmt. Nach einer verpatzte Deutschen Meisterschaft mit Sturz in aussichtsreicher Position im Massensprint um die Medaillenränge hat der Rennfahrer des RSV Gütersloh bei den Senioren-Weltmeisterschaften im österreichischen St. Johann mit dem neunten Platz in der Master-WM und dem zehnten Rang im Weltpokal seine bisher besten Ergebnisse bei den Welt-Titelkämpfen überhaupt eingefahren. „Wir sind zudem das Rennen mit der höchsten Durchschnittsgeschwindigkeit gefahren, selbst die jüngeren Jahrgänge sind nicht diese Durchschnittsgeschwindigkeit gefahren, das war der Wahnsinn“, kann es der 53-jährige Rennfahrer des Gütersloher „Volvo Markötter-Team“ immer noch nicht fassen. Mit einem Stundenmittel von 42,6 km/h fuhren die 80 Masterfahrer aus 24 Nationen der Altersklasse 1960-64 im Weltpokal das schnellste Rennen auf dem anspruchsvollen 40 km-Rundkurs in den Tiroler Alpen. „Sonst sind wir immer eine Durchschnittsgeschwindigkeit von unter 40 gefahren. Die Anzahl der Rennfahrer nimmt etwas ab, aber diejenigen die kommen, haben alle ein super hohes Niveau“, hat Fromberg eine deutliche Leistungssteigerung unter den Teilnehmern beobachtet. „Wir sind von Beginn an mit einem permanent hohen Tempo gefahren und dennoch ist das Feld kaum kleiner geworden“, so Fromberg. Die Entscheidung fiel auf den letzten acht Kilometern, als sich der Australier Stehen Fairless (1.) und der Italiener Marcello Raffaelli (2.) noch aus dem Feld lösen konnten und einen Vorsprung von 13 Sekunden auf das Hauptfeld ins Ziel retteten. „Im Feld war im Finale Hauen und Stechen angesagt und ich konnte keine perfekte Sprintposition einnehmen. Immer wieder musste ich im Wind stehend kämpfen“, berichtete Fromberg. Als Fünfter bog der RSVer zwar noch aussichtsreich auf die Zielgerade ein, aber die Positionskämpfe hatten zuviel Kraft gekostet und so musste sich der RSVer sich mit dem Zehnten Platz begnügen. „Das war aber trotzdem die beste Platzierung in Österreich“, schöpfte Fromberg dennoch viel Selbstbewusstsein für die Weltmeisterschaft der Master sechs Tage später an selber Stelle.

Bei Dauerregen und Wind wurde die Weltmeisterschaft der Masterfahrer ein kräftezehrendes Rennen. „Am zweiten Berg nach 10 km wurde richtig Alarm gemacht“, erklärte Fromberg. Trotz des hohen Tempos konnten sich drei Fahrer aus dem Hauptfeld absetzten und wenig später schlossen zwei weitere Fahrer am Anstieg zur Huberhöhe zu den Führenden auf. „Damit waren die ersten Plätze vergeben“, berichtete der 53-jährige Rennfahrer des RSV Gütersloh. Am letzten Berg konnten sich noch einmal zwei Fahrer absetzten und bei dem hohen Tempo fiel das Feld komplett auseinander. Mit gut 20 Rennfahrern steuerte das Hauptfeld auf die Zielgerade zu. Als dritter hinter dem früheren Senioren-Weltmeister Luc van Roy erwischte Fromberg eine optimale Ausgangsposition für den Schlusssprint und zog mit einem Antritt mit dem Holländer gleich. „Das war ein packender Mann-gegen-Mann-Fight, den ich nur knapp verloren habe“, erklärte Fromberg stolz, der sich als zweiter des Hauptfeldes über Rang neun freute und sein bisher bestes Ergebnis bei der Senioren-Weltmeisterschaft erkämpfte.