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11.06.2010

Doppelsieg bei der 32. Gütersloher City-Nacht durch Matthias Friedemann

Gütersloh (man). Mit dem Doppelsieg bei der „32. Gütersloher Volksbank City-Nacht“ hat der 26-jährige Matthias Friedemann (Team Team Nutrixxion) die Nachfolge von Jiri Nesveda (Sparta Prag) angetreten, der im vergangenen Jahr erst das Rundstreckenrennen und dann das Derny-Rennen gewonnen hatte. Am Freitag musste sich der Prager Profi nach schnellen 25 Runden (25 km) durch die Gütersloher Innenstadt nach einem spannenden Spurt mit dem zweiten Platz zufrieden geben. Dritter wurde der Lokalmatador Christoph Dargatz, vom ausrichtenden RSV Gütersloh.

„Der dritte Platz ist ein versöhnlicher Abschluss“, erklärte RSV-Kapitän Christoph Dargatz nach dem Derny-Rennen zufrieden. Mit dem Abschneiden von sich selber und dem gesamten Team war der 26-jährige Wittener im Rundstreckenrennen gar nicht zufrieden und konnte seine Enttäuschung auch nicht verbergen. Bei seiner fünften Teilnahme war Dargatz, der im Frühjahr nach einem Trainingssturz auf Mallorca mit einem komplizierten Handbruch lange ausgefallen war und noch immer einen Trainingsrückstand aufweist, im 60 km langen Rundstrecken erstmals ohne Platzierung geblieben. Ausgerechnet in dem Jahr, wo er das Grün-Blaue Trikot des Veranstalters trug. „Bei dem starken Starterfeld war das zu erwarten“, spendete Chef-Organisator Hans-Jörg Eggert Trost. Dabei waren die Rennfahrer des Gütersloher Volvo Markötter-Team des RSV Gütersloh ambitioniert ins Rennen gestartet. Felix Schäfermeier (RSV Gütersloh) versuchte es gleich mit einer Startattacke, doch das erlesene Starterfeld mit den zahlreichen Profis lies sich nicht überraschen. Nach zwei Runden war der 22-jährige Versmolder wieder gestellt und Dargatz versuchte mit einer Konterattacke die RSVer vor mehreren tausend Zuschauern in einer Spitzengruppe zu platzieren. Doch ohne die dänischen und Prager Profis stimmte die Zusammensetzung der Spitzengruppe nicht und das Feld lies nicht locker, bis das Trio wieder eingeholt worden war. Im weiteren Rennverlauf versuchten es die Gütersloher Rennfahrer immer wieder, doch bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 45,9 km/h konnte sich keine Gruppe lange an der Spitze halten.

Im Derny-Rennen lies es Dargatz verhaltener angehen. Als letzter der zehn Starter musste der Rennfahrer des Gütersloher Volvo Markötter-Team an der Rolle von Schrittmacher Andre Dippel ins Rennen gehen. Während sich an der Spitze die beiden schnellen Sprinter Friedemann und Nesveda einige Positionskämpfe lieferten, arbeitete sich Dargatz langsam nach vorne. Zehn Runden vor Schluss stürmte der RSVer an die Spitze und fuhr gleich einen Vorsprung heraus. Doch die Konkurrenz um Friedemann und Nesveda kam noch einmal zurück. Vier Kilometer vor dem Ziel waren die beiden wieder dran und es entwickelte sich ein spannender Dreikampf den Friedemann gewann. „Das war heute erst mein fünftes Rennen. Dafür war das in Ordnung“, zeigte sich Friedemann, der im vergangenen Jahr mit Danilo Hondo zusammen beim Profi-Team Whirlpool fuhr und lange auf der Suche nach einem neuen Team war. „Ich hoffe noch einmal den Sprung ins Profigeschäft zu schaffen“, hofft Friedemann, der für das tschechische Amateur-Team Nutrixxion von Ex-Profi Richard Faltus fährt, mit dem Doppelsieg eine erste Bewerbung abgeliefert zu haben.

„Die drei Runden hinterm Derny wären zu hart gewesen“, verzichtete der 16-jährige Isselhorster Paul Dahlke mit Blick auf das am nächsten Tag anstehende 240 km lange „Elf-Städte-Rennen“ in Holland schweren Herzens auf das Derny-Rennen der Footbiker. Dabei hätte der 16-jährige so gerne seinen Vorjahreserfolg verteidigt. Angesichts des völlig erschöpften Siegers Ralf Exeler und des Zweiten Joachim Sternal erschien der Verzicht nur logisch und richtig Kräfte für das Langdistanzrennen zu sparen.