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30.01.2008

Christoph von Kleinsorgen möchte 2008 richtig Gas geben!!

Gütersloh (man). „Im RSV Gütersloh möchte ich richtig Gas geben und ich glaube, dann werden wir eine Menge Spaß haben“, freut sich Ex-Profi Christoph von Kleinsorgen (Heinz von Heiden), prominenter Neuzugang des RSV Gütersloh, bereits auf sein neues Team. Dem kann Hans-Jörg Eggert, Geschäftsführer und Sportlicher Leiter des RSV Gütersloh, nur beipflichten. „Die Einstellung von Christoph ist vorbildlich. Von ihm erwarte ich mir einen Motivationsschub für das gesamte Team“, freut sich Eggert bereits auf den 27-jährigen Coesfelder, der während seiner achtjährigen Profi-Laufbahn unter anderem mit Jan Ullrich zusammen bei Coast und Bianchi in die Pedale trat.

Zum „Volvo-Markötter-Team“ des RSV Gütersloh kommt von Kleinsorgen mit einer ganz besonderen Empfehlung. Bei der UCI-Rundfahrt „Tour of Thailand“ gewann der 27-Jährige nach einem dritten Platz zusätzlich die Schlussetappe und damit das letzte Profi-Radrennen in der Saison 2007. „Da haben mir viele Freunde gesagt, mit einem solchen Sieg kannst Du doch nicht Deine Profilaufbahn beenden und zu den Amateuren wechseln. Es hat danach auch noch einige weitere Angebote aus dem Profibereich gegeben, aber da hat vieles für mich nicht gepasst“, erklärt von Kleinsorgen. Für den RSV Gütersloh könnte die Verpflichtung des sprintschnellen Rennfahrers, der in seiner Juniorenzeit zum BDR-Bahn-Nationalkader zählte, ein Glücksgriff sein. „Für mich ist die Profi-Karriere vorerst nur in den Hintergrund getreten, nach meiner Ausbildung muss man sehen, wie es weitergeht“, liebäugelt von Kleinsorgen mit einem erneuten Wechsel zu den Profis. „Derzeit ist aber keine gute Zeit für Profi-Rennfahrer“, erklärt von Kleinsorgen angesichts immer weniger werdender Profi-Teams in Deutschland.

Für Christoph von Kleinsorgen bedeutet der Wechsel zum RSV Gütersloh aber auch eine Umstellung in seinem Lebensrhythmus. Bisher konnte sich der „Vieltrainierer“ (32.000 km in 2007) seinen Tag frei einteilen. In kürze beginnt der gelernte Fachinformatiker in dem Radsportgeschäft des früheren Bundesligafahrer Markus Bergmann (RV Hameln Pyrmont/RSG Harsewinkel) eine Ausbildung zum Kaufmännischen Angestellten. „Weil ich jetzt weniger Zeit habe, ist mehr Qualität und weniger Quantität im Training gefragt“, erklärt von Kleinsorgen. Zusammen mit Trainer Jens Hinder, mit dem er seit drei Jahren erfolgreich zusammen arbeitet und der gleichzeitig auch Mannschaftsarzt des RSV Gütersloh ist, hat der 27-jährige seinen Trainingsplan komplett umgestellt. „Viele wissen noch gar nicht, was für ein Potential in Christoph steckt“, prognostiziert Hinder für von Kleinsorgen eine deutliche Leistungssteigerung. Der freut sich bereits riesig auf sein neues Team und die Rennen. „2005 habe von sechs Rundstreckenrennen fünf gewonnen“, blickt von Kleinsorgen den Rundstreckenrennen erwartungsvoll entgegen.

Das Jahr 2005 war für von Kleinsorgen, der als 19-Jähriger nach nur einem Jahr als Amateur zu den Profis wechselte und über die Stationen Coast (2000 bis 2002), Bianchi (2003), Lamonta (2004 bis 2006) und Heinz von Heiden (2007) zum „Volvo-Markötter-Team“ des RSV Gütersloh kam, sein erfolgreichstes Jahr. Siege bei der Rheinlandpfalz-Rundfahrt, der vierte Platz als Zweitbester Deutscher in der Niedersachsen-Rundfahrt sowie der Sieg beim Saisonauftakt in Nienburg ließen von Kleinsorgen frühzeitig einen Vorvertrag bei einem Pro-Tour-Team abschließen. Doch ein schwerer Sturz bei der Bayern-Rundfahrt stoppten den Coesfelder, der sich danach aber schnell wieder an das Profi-Niveau heran arbeitete. Im RSV Gütersloh möchte sich von Kleinsorgen auf seine zweite Profi-Karriere vorbereiten und dem Team weiteren Schwung verleihen. „Ich denke, das Team des RSV hat sich im vergangenen Jahr unter Wert geschlagen. Wenn wir das ändern, uns gut in Szene setzten, dann haben wir alle zusammen einen riesen Spaß“, sieht von Kleinsorgen für die Mannschaft des RSV Gütersloh noch einiges an Potential. Für den 27-Jährigen bedeutet der Wechsel zum „Gütersloher Volvo-Markötter-Team“ aber noch eine weitere Änderung. „Endlich kann ich wieder mit meinem Freund Christopher Breulmann in einem Team fahren“, freut sich der Coesfelder auf die Rennen mit seinem langjährigen Trainingspartner, mit dem er bereits in der Junioren-Bundesliga zusammen in die Pedale trat.