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06.12.2023

Bei der Cyclocross-Weltmeisterschaft in Hamburg lief es für die RSVler nicht so gut...

Gütersloh (man). Die Cyclocross-Weltmeisterschaften in Hamburg waren für die heimischen Querfeldeinfahrer des RSV Gütersloh keine Reise Wert. Der in der Bundesliga auf Platz zwei liegende und im NRW-Cup führende Sven Pieper trat enttäuscht über die Startaufstellung als Vorletzter unter 82 Teilnehmern erst gar nicht die Reise nach Hamburg an und Martin Masson kam mit dem hartgefrorenen und von dem Rennen am Vortag aufgewühlten Kurs gar nicht zurecht. Mit Platz 30 blieb der Sauerländer im Dress des RSV Gütersloh in der Altersklasse 40-44 hinter seinem selbst gesteckten Ziel eine Platzierung unter den besten 20 herauszufahren zurück und trat enttäuscht die Heimreise an. Nachwuchsfahrer Nico Baretti stürzte derweil am letzten von drei Bahn-Renntagen im Berliner Velodrom und trat mit zahlreichen Prellungen und dem Verdacht auf eine leichte Gehirnerschüttung zum letzten Rennen nicht mehr an.

Bei der Streckenbesichtigung am Samstag fand Martin Masson für den WM-Kurs in Hamburg nur lobende Worte. „Ein geiler Kurs. Durch die Rennen am Samstag etwas matschig, aber griffige Kurven“, sprühte es aus dem RSVer vor Begeisterung heraus. Der Wintereinbruch über Nacht verwandelte den Kurs jedoch komplett. „Der Kurs war bei drei Grad minus hart gefroren. Die Furchen in den matschigen Abschnitten zur Leitschienen gefroren und der angetaute Schnee zu Eis“, erklärte Masson. Dennoch verlief der Start für Masson von der 24. Startposition aus der dritten Startreihe ordentlich. Die erste Schlüsselstelle, den Steilanstieg meisterte der RSVer als 17., doch in den eisigen und hartgefrorenen Kurven verlor Masson immer mehr das Vertrauen in sein Material und den Gripp seiner Reifen. „Mit jedem Rutscher habe ich mehr Vertrauen verloren und irgendwann bin ich nur noch um die Kurven rumgeeiert“, ärgerte sich der RSVer. So verlor Masson neben dem Tempo auch viel Kraft in den Antritten nach den Kurven und verlor kontinuierlich an Position. „Der Formaufbau zur Weltmeisterschaft hat gepasst und die Tagesform war sehr gut, aber wenn man das Rad um die Kurve trägt, dann ist da nicht viel zu holen“, erklärte der RSVer selbstkritisch und enttäuscht zugleich. Mächtig Frust hatte auch Sven Pieper. „Ich hatte mir im Vorfeld eine Top-Ten-Platzierung zum Ziel gesetzt, wenn es gut läuft sogar ein Platz unter den ersten fünf realistisch. Im Cross ist aber die Startaufstellung entscheidend und wenn ich bei 82 Startern als 81 Starte, dann sind vorne alle weg, bis ich mal freie Bahn habe. Platz 20 wäre so sicherlich noch drin gewesen, aber dafür war der Frust zu groß“, erklärte Pieper enttäuscht. „Ich hatte eigentlich damit gerechnet, dass wie sonst auch in den Rennen, nach den Ergebnissen in der bisherigen Saison aufgestellt wird und ich aus Reihe eins oder zwei Starte, aber das war bei der WM nicht der Fall“, zeigte der Zweitplatzierte der Bundesliga-Gesamtwertung und Führende des NRW-Cups für die ausgeloste Startaufstellung der UCI kein Verständnis. „Ich habe jetzt die Cross-Saison beendet, werde die letzten Rennen noch mitnehmen, doch trainingstechnisch beginne ich jetzt mit der Vorbereitung auf die MTB-Saison“, so der 46-jährige Langenberger.