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27.11.2022

Tschüss sagen Lydia Ventker und Henri Appelbaum und wechseln ins Profi-Lager. Auch Jürgen Fromberg beendet seine Rennfahrerkarriere

Gütersloh (man). Mit einem geselligen Frühstück im „Gütersloher Brauhaus“ Unter den Ulmen hat der RSV Gütersloh für viele Rennfahrer und Touristiker die Saison ausklingen lassen. Mit der Gütersloher Gaststätte verbindet den RSV Gütersloh eine langjährige Tradition. Bis vor einigen Jahren war vor der Gaststätte Start und Ziel für das Rundstreckenrennen Unter den Ulmen und beim Bundesligarennen Gütersloh-Warstein-Gütersloh nahmen die Rennfahrer um Jan Ullrich ab dem Gütersloher Brauhaus das Rennen ins Sauerland auf und sprinteten hier auch um den Sieg.

Neben der Rückbetrachtung der abgelaufenen Saison stand aber auch der Ausblick auf die kommende Straßensaison. Vize-Präsident Richard Riepe und Sportwart Hansi Eggert präsentierten das neue Trikot und einige Neuzugänge stellten sich ebenfalls vor. Abschied nehmen galt es für drei Rennfahrer. Lydia Ventker (36) und Henri Appelbaum (18) wagen den Sprung in den Profi-Radsport, bleiben aber Mitglied im RSV Gütersloh und Jürgen Fromberg beendete aufgrund gesundheitlicher Probleme mit dem Herz seine beeindruckende Rennfahrerkarriere, in der er seit 1967 von den Schüler C über Amateure bis hin zu den Senioren in allen Altersklassen Siege eingefahren hatte. Der Erfolg von Horst Ludewig lag derweil am längsten zurück. 1962 gewann der Brockhagener das Anfängerrennen mit Start und Ziel vor dem Gütersloher Brauhaus.

Mit 75 Siegen und über 100 Treppchenplatzierungen war Lydia Ventker die erfolgreichste Rennfahrerin des RSV Gütersloh in den vergangenen sieben Jahren. „Ich denke, ich habe gezeigt, dass Frauen auch Radfahren können“, erkläre die 36-jährige, die im vergangenen Jahr mit ihrem Team die Bundesliga-Einzel-Mannschaftswertung in Deutschland und in diesem Jahr in Österreich triumphierte, über die positive Entwicklung, die der Frauen-Radsport insgesamt und beim RSV Gütersloh genommen hat. Mit Ventker wechselt auch die Französin Amelié Hild vom RSV Gütersloh in den Profibereich. „Der Rennkalender ist gut gefüllt. Bisher haben wir Zusagen und Einladungen für über 60 Renntage“, erklärte Sebastian Ventker, der als Sportlicher Leiter des Profi-Teams fungieren wird. Für den 18-jährigen Gütersloher Henri Appelbaum wird das Abenteuer Berufsradsport im kommenden Jahr mit einer gewissen Verspätung beginnen. Erst wird der RSVer am ESG Gymnasium sein Abitur „bauen“ und dann sportlich durchstarten. „Das dies so möglich ist, ist mit dem Team so auch durchgesprochen und hat den Ausschlag gegeben es dort zu wagen“, so Appelbaum, der bis zur offiziellen Bestätigung den Teamnamen noch nicht verraten darf.