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10.01.2010

David Dudek macht einen Durchmarsch von der C-Klasse in die A-Klasse.

Gütersloh (man). Als der Bund Deutscher Radfahrer vor wenigen Tagen die Statistik zur BDR-Rangliste veröffentlichte, staunte der Avenwedder Radrennfaher David Dudek (RSV Gütersloh) nicht schlecht. Mit seinem zweiten Saisonsieg beim „11. Abendkriterium um den Neheimer Dom“ schaffte der 24-jährige Radrennfahrer des RSV Gütersloh am 26. Juni als einer der Ersten Deutschen Amateure in dieser Saison den Durchmarsch von der C-Klasse in die A-Klasse, der höchsten Amateurklasse in Deutschland. Insgesamt gelang dieser Durchmarsch nur 35 Amateuren in der vergangenen Saison. „Ich wollte unbedingt den Durchmarsch von der C in die A schaffen, dass es aber so schnell klappen würde und dann auch noch mit zwei Siegen, damit hatte ich selber nicht gerechnet“, zeigte sich Dudek überrascht.

Bereits beim Saisonstart in Nienburg lies der sprintstarke Radrennfahrer des Gütersloher „Volvo Markötter-Team“ als Zweiter seine Klasse aufblitzen und an seinem Saisonzeil keinen Zweifel. „Die Rennen bin ich bewusst sehr offensiv gefahren und dann hatte ich auch Glück dass es bis zum Juli fast perfekt lief“, so Dudek, der in 23 Rennen zwei Siege und sechs Platzierungen heraussprintete. Als der Rennfahrer des Gütersloher „Volvo Markötter-Teams“ am 5.April in Osnabrück-Schinkel bei empfindlich kühlen Temperaturen mit dem ersten Saisonsieg in die B-Klasse sprintete, hatten zahlreiche Radrennfahrer die Saison noch nicht einmal eingeläutet. „In der C-Klasse in die Saison zu starten ist etwas schöner und einfacher als in einer höheren Amateurklasse“, analysierte der ehemalige Profi des Bochumer Teams Sparkasse (2006). Dabei war Dudek im vergangenen Jahr das Comeback nach 20 Monaten Pause unerwartet schwer gefallen. „Mit 6.000 km kann man in der A/B-Klasse nichts machen“, musste der frühere Landesverbandsmeister im Bergzeitfahren und Junioren-Bundesligafahrer eine schmerzliche Erfahrung machen. Mit dem Gewinn der Deutschen Meisterschaften der Finanzdienstleister zum Saisonende in Puhlheim setzte Dudek im vergangenen Jahr noch ein Ausrufezeichen und schöpfte die Motivation für das harte Wintertraining.

Das der Avenwedder nach der langen Pause von fast zwei Jahren überhaupt den Weg zurück in den Sport fand war für Dudek und den RSV Gütersloh ein Glück. „Nach dem einen Profi-Jahr bei Sparkasse hatte ich ein Angebot für ein weiteres Jahr, aber die katastrophale Entwicklung im Radsport hat mich abgeschreckt. Es fehlen Profi-Teams und Sponsoren. Als Rennfahrer können nur noch die wenigsten vom Sport Leben“, ist Dudek über den Schritt zurück ins Amateurlager zufrieden. „Radsport ist es ein schönes Hobby und ich jetzt fahre für den Spaß und wenn ich die Zeit dazu habe“, erklärt der Avenwedder, der nach dem Profiradsport vor fast drei Jahren als Finanzberater den Schritt in die Selbständigkeit gewagt hat und sich derzeit mit einem Fernstudium weiterbildet. „Durch meinen zeitintensiven Beruf trainiere hauptsächlich am Wochenende. Das ist nicht so viel wie früher, aber momentan liege ich voll im Plan“, fühlt sich Dudek auf dem richtigen Weg. In dieser Saison musste der 24-jährige RSVer die Saison schweren Herzens bereits im Juli beenden. Nach einer zweiwöchigen Pause Anfang Juli machte dem Avenwedder eine hartnäckige Viruserkrankung zu schaffen, die ihn zu einer längeren Pause Zwang. „Als ich Ende August wieder trainieren durfte, war die Form weg“, erklärt Dudek seinen frühen Saisonausstieg. Auf die kommende Saison freut sich der Rennfahrer des Gütersloher „Volvo Markötter-Teams“ schon. „Der Klassenerhalt und möglichst viele Siege mit dem Team sind mein Ziel“, so der Avenwedder. Ein ganz besonderes Erlebnis verbindet Dudek mit der Gütersloher Volksbank City-Nacht. „Das war 1998 mein erstes Rennen und das habe ich gleich gewonnen“, würde Dudek dieses Ergebnis als Amateur gerne wiederholen.