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05.02.2018

Cross-Weltmeisterschaften: „Spaß hat das Rennen dennoch gemacht...."

Gütersloh (man). Es sollte für den Stukenbrocker David Westhoff-Wittwer (RSV Gütersloh) das wichtigste Cross-Rennen der Saison werden. Doch bereits nach wenigen Metern platzen für den 17-jährigen Deutschen Junioren Vize-Meister bei den Cross-Weltmeisterschaften im niederländischen Valkenburg alle Träume. „Ich hatte einen relativ guten Start und lag an Position 20, als mir ein anderer Fahrer bei der Einfahrt ins Gelände seitlich ins Hinterrad und auf das Schaltwerk gefahren ist, dadurch hat sich die Kette verkantet und ich habe 20 bis 30 Sekunden gebraucht bis die wieder lief“, schilderte der Stukenbrocker die entscheidende Situation im Rennen, als er in der Abfahrt vom Rad musste. „Ich war dann ganz hinten dran und habe versucht gleich in der ersten Runde noch möglichst viele Plätze wieder gut zu machen. Nach der ersten Rund war ich dann aber schon mächtig grau und meine Beine waren nicht mehr so gut. Ich musste dann erst mal rausnehmen“, erklärte das Nachwuchs-Talent des RSV Gütersloh nach dem 12 km langen Rennen bei 3 Grad und Wind auf dem völlig aufgeweichten 3 km-Rundkurs mit zum Teil knöcheltiefen Matsch in den Abfahrten und Anstiegen. Mit Platz 48 unter 87 Startern und 5:38 Minuten Rückstand auf den neuen Junioren-Weltmeister Ben Tulett (41:19 Min., England) blieb Westhoff-Wittwer deutlich hinter seinen eigenen Erwartungen. „Mein Ziel war ein Platz unter den ersten 15 und das war auch realistisch“, erklärte sich der Stukenbrocker Gymnasiast, dem im Vorfeld der Welt-Meisterschaft eine langwierige Erkältung zu schaffen gemacht und zur Absage der einwöchigen Trainingsmaßnahme mit dem BDR auf Mallorca gezwungen hatte. Auch ohne das Top-Ergebnis zum Ende der Juniorenzeit bei internationalen Meisterschaften konnte Westhoff-Wittwer nach einige Zeit doch wieder lachen und hatte die Enttäuschung ganz gut weggesteckt. „Spaß hat das Rennen dennoch gemacht, da waren so viele Zuschauer an der Strecke und haben einen angefeuert und Stimmung gemacht“, war der RSVer von der Atmosphäre beeindruckt. „In der U23-Klasse habe ich im nächsten Jahr vielleicht wieder eine Chance“, überlegte David Westhoff-Wittwer und richtete den Blick bereits auf die kommende Cross-Saison. Davor steht nach einer kurzen Pause die Straßensaison mit den Nationalen Meisterschaften und die Junioren-Bundesliga im Trikot der NRW-Auswahl als Höhepunkte.

Für ein ganz starkes Ergebnis sorgte Tom Lindner aus dem vierköpfigen Junioren-Team des BDR. Der Deutsche Junioren Cross-Meister und Dauerrivale von Westhoff-Wittwer in der vergangenen Cross-Saison im Deutschland-Cup fuhr in der letzten Runde noch bis auf Platz vier vor und hatte bei nur vier Sekunden Rückstand auf den Dritt-Platzierten Ryan Kamp (0:30 Min. Rückstand, Niederlande) die Medaillenränge fest im Visier. „Tom ist ein ganz starkes Rennen gefahren und hat in der letzten Runde noch fünf Plätze gut gemacht“, zollte David Westhoff-Wittwer seinem National-Mannschaftskollegen ein ganz großes Kompliment. „Da hätte ich nicht mitfahren können“, so Westhoff-Wittwer.