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10.08.2017

Moritz Kaase : „Mit dem dritten Platz hatte ich nicht gerechnet“

Gütersloh (man). Das Warten hat sich Moritz Kaase (RSV Gütersloh) beim Stehercup auf der Bielefelder Radrennbahn gelohnt. Wegen Regen musste der Start und auch der Modus des eigentlich drei Läufe umfassenden Steherrennens immer wieder geändert. Statt 20 km, 25 km und 35 km wurde nach zwei Stunden Verspätung dann über die selten gefahrene, aber lange Distanz von 50 km gefahren. „Das tut schon weh, weil über eine so lange Distanz nur selten gefahren wird. Bei drei Rennen ist die Distanz zwar insgesamt länger, aber in den Pausen kann man sich erholen und dadurch ist es nach hinten raus nicht so hart“, erklärte der zweifache Deutsche Meister Stefan Klare, der als OWL-Bahnfachwart die acht Gespanne aus drei Nationen in das Rennen auf der 333 m langen Bielefelder Radrennbahn geschickt hatte. Nach 50 flotten Kilometern freute sich Moritz Kaase mit Schrittmacher Matthias Acker hinter dem Schweizer Meister Guiseppe Atzeni und dem Deutschen Radprofi Christoph Schweizer über den dritten Rang. Den Angriff des Niederländers Jeroen Kaltenbach konnte Kaase auf den letzten acht Runden mit einem hohen Tempo erfolgreich abwehren.

„Mit dem dritten Platz hatte ich nicht gerechnet“, freute sich Kaase, denn die internationale Konkurrenz war bereits in der Vorbereitung auf die Steher-Europameisterschaft in Hannover. An der Rolle von Schrittmacher Matthias Acker hatte das Gespann sich aus den kräftezehrenden Positionskämpfen weitestgehend heraus gehalten, die Spitze aber immer in Sichtweite gehabt. Dreimal konnte der Bielefelder sogar zur Freude des Publikums die Führung übernehmen. Auf den letzten Runden zogen Atzeni und Schweizer bei einem Kopf-an-Kopfrennen das Tempo noch einmal derart an, dass Kaase die Führung nicht verteidigen konnte. Den niederländischen Meister Jereon Kaltenbach konnte der 23-jährige Radrennfahrer des Gütersloher „Volvo Markötter-Team“ aber gut in Schach halten. „Da hat es sich ausgezahlt, dass ich mit 66/14 diesmal eine etwas größere Übersetzung gewählt habe und nach hinten raus ein höheres Tempo fahren konnte“, so Kaase. Der Schweizer Meister Guiseppe Atzeni hatte mit 68/14 die größte Übersetzung der acht Steherfahrer gewählt und damit auch die meisten „Reserven“. „Die Übersetzung bin ich auch schon gefahren, aber in den ruhigen Rennphasen ist der Wiederstand zu groß. Da wäre ich heute eingegangen“, war Kaase nach dem Rennen beeindruckt.