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29.06.2017

Platz neun und elf für David Westhoff-Wittwer und Johannes Hodapp bei der dt. Junioren Meisterschaft

Gütersloh (man). Das Wochenende stand für den Nachwuchs des RSV Gütersloh ganz im Zeichen der Deutschen Meisterschaften im rheinland-pfälzischen Linden bei Queidersbach. Mit Platz neun und elf für David Westhoff-Wittwer und Johannes Hodapp im Straßenrennen der Juniorenklasse U19 über 133 km erzielten die RSV-Talente ihre herausragenden Erfolge. Aber auch im Zeitfahren konnte Johannes Hodapp als 19. nach einem Trainingssturz am Freitag überzeugen, wenngleich sich der 17-jährige Stukenbrocker etwas mehr ausgerechnet hatte. Die 16-jährige Carlotta Voß zeigte als 22. im Straßenrennen (78 km) und 25.im Einzelzeitfahren ebenfalls gute Leistungen und darf als eine der Jüngste im Feld der Juniorinnen im nächsten Jahr noch einmal in der Juniorenklasse starten. Aber auch die Amateure des Gütersloher „Volvo Markötter-Team“ konnten überzeugen.

Philipp Bartsch verpasste beim Abendrennen „88 mal um die Marktallee“ in Münster als Zweiter des Ausscheidungsfahren den Sieg nur ganz knapp und Yannick Winkelmann fuhr im Derny-Rennen als 10. ins Ergebnis. Auf dem Weg in die Amateur-B-Klasse sicherte sich C-Fahrer Sebastian Ventker in Mönchengladbach als Sechster eine weitere Platzierung. Frühzeitig setzte der RSVer auf dem zweifachen Wendepunktkurs mit zwei weiteren Fahrern zwei Ausreißern nach und sammelte in den Wertungssprints die nötigen Punkte zum sechsten Platz. Im Seniorenrennen war Andreas Jung gegen starke Konkurrenz auf sich allein gestellt und freute sich als Fünfter über ein starkes Ergebnis.

Eine ganz starke Leistung zeigten die Junioren des RSV Gütersloh bei den Deutschen Meisterschaften der Nachwuchsklassen im rheinland-pfälzischen Linden. Auf dem anspruchsvollen 11 km langen Rundkurs mit einem gut 3 km langen Anstieg und einer ebenso langen, aber steilen und hakeligen Abfahrt auf schlechtem Straßenbelag zeigten die Junioren ein über 3-Stündiges Ausscheidungsfahren. „Das war ein richtig schweres Bergrennen. Zum Schluss sind von den 150 Junioren nur 53 angekommen. Der Berg war mit dem Anstieg zum Hermannsdenkmal vergleichbar, nur zwei bis sechs Prozent steiler und auf der Kuppe wurde gnadenlos Windkante gefahren. Das war genauso anstrengend wie der Berg selber. Auf der Abfahrt gab es wegen dem schlechten Straßenbelag leider zahlreiche Stürze“, erklärte RSV-Nachwuchstrainer Stefan Wittwer, der als Betreuer des NRW-Teams neben Auswahltrainer Robert Pawlowski im Begleitwagen das Rennen hautnah miterlebte. Pech hatte auch der Gütersloher Philipp Globisch. In der zweiten von zwölf Runden (133 km) fuhr der 17-Jährige Platt. Trotz Radwechsel schaffte der RSVer aber nicht mehr den Anschluss an das rasende Hauptfeld und wurde von der Jury vorzeitig aus dem Rennen genommen. Besser lief es für Globisch Vereinskollegen David Westhoff-Wittwer und Johannes Hodapp. „Die beiden sind immer in der Spitze gefahren“, so Wittwer. Nach 80 von 133 km war das Hauptfeld der Junioren auf 25 Fahrer zusammen geschrumpft und erste Attacken sorgten für Tempospitzen im Feld. Vier Runden vor Schluss konnten sich drei Fahrer absetzen und in der vorletzten Runde zersplitterte das Hauptfeld in drei Gruppen. Mit einer Energieleistung schaffte die gut 14-köpfige Gruppe um Johannes Hodapp den Anschluss an sieben Verfolger, zu denen auch David Westhoff-Wittwer zählte. In der letzten Runde konnten sich mit Leon Meinschke (Frankfurter RC), Straßen-Vize-Weltmeister Niklas Märkl (RSC Linden) und Jon Knolle (RSV Unna) drei weitere Fahrer vom Feld lösen und einen kleinen Vorsprung herausfahren. Im Sprint des Hauptfeldes fuhren David Westhoff-Wittwer und Johannes Hodapp als Dritter und Fünfter auf die Plätze neun und elf. „Das war ein richtig starkes Ergebnis von David und Johannes“, freute sich Stefan Wittwer für seine Schützlinge. Nicht ganz zufrieden war Johannes Hodapp mit seinem Abschneiden. Nach seinem dritten Platz vor Wochenfrist im hochklassig besetzten Bundesligarennen in Almenau hatte sich der 17-jährige Stukenbrocker eine bessere Platzierung ausgerechnet. „Das ist verständlich, aber ich finde der elfte Platz ist bei der Besetzung und dem Kurs ein klasse Ergebnis“, so Wittwer. Zusätzliche Freude gab es für die RSVer als das Mannschaftsergebnis feststand. In der Mannschaftswertung sprintete das NRW-Team mit Jon Knolle (6.), Per Christian Münstermann (7., SG Radschläger Düsseldorf) und David Wittwer auf den dritten Platz. Eine Medaille gab es dafür zwar nicht, aber wichtige Punkte für die Mannschaftswertung in der Bundesliga, für die die DM zusätzlich gewertet wurde.

Unter keinem guten Stern stand auch die Zeitfahr-DM für Johannes Hodapp am Samstag. Beim Abschlusstraining am Freitag zeigte ein NRW-Teamkollege nach einer engen Kurve zu spät ein im Weg stehendes Auto an und Hodapp „krachte“ mit seinem Zeitfahrrad voll hinein. Während die körperlichen Blessuren mit Prellungen an Arm, Bein und Gesicht noch erträglich waren, so war der Verlust des Zeitfahrrades für die DM schwerwiegend. „Da war die Moral von Johannes eigentlich schon am Freitag gebrochen“, so Heimtrainer Stefan Wittwer. Die anvisierte Platzierung unter den ersten zehn war ohne Zeitfahrrad nicht zu realisieren. Als 19. holte Hodapp mit seinem Straßenrad das Optimum heraus.

Nicht ganz zufrieden war zudem Carlotta Voß. Die 16-jährige Juniorenfahrerin des RSV Gütersloh, die auch für das NRW-Bundesliga-Team fährt sprintete im Straßenrennen nach 78 km auf den 22. Platz und im Einzelzeitfahren nach 11 km auf den 25. Platz. „Im Einzelzeitfahren hatte ich mir schon eine Platzierung unter den ersten 20 erhofft, aber der Kurs war der gleiche wie beim Straßenrennen, aber der Berg hat mir überhaupt nicht gelegen“, erklärte die amtierende NRW-Meisterin im Einzelzeitfahren.