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04.05.2017

Falsche Streckenführung beim Bundesligarennen in Frankfurt

Gütersloh (man). Mit der Bahneröffnung in Heidenau sowie dem Junioren-Bundesligarennen im Rahmen des Profi-Klassikers „Rund um den Finanzplatz“ Eschborn-Frankfurt standen für die Radrennfahrer des RSV Gütersloh zwei Saison-Höhepunkte auf dem Programm. Mit einem vierten Platz im 15 km-Rennen sowie zwei dritten Plätzen über die Distanz von 20 km und 25 km sicherte sich Moritz Kaase im Steherrennen in Heidenau den dritten Platz vor dem früheren Telekom-Profi Eric Baumann. Nicht so gut lief es dagegen für die Junioren des RSV Gütersloh beim Bundesliga-Rennen in Frankfurt. Im Finale wurde die 20-köpfige Spitzengruppe falsch geleitet und bog auf den Zielkurs des Jedermann-Rennens ab. Als Vierter der Verfolger und insgesamt Zwölfter holte David Westhoff-Wittwer für das NRW-Bundesliga-Team zwar eine gute Platzierung heraus, unter normalen Umständen hätte der 17-jährige Stukenbrocker Nationalkaderfahrer aber um den Sieg mitsprinten können. „So etwas darf bei einem Bundesligarennen natürlich nicht passieren“, ärgerte sich RSV-Nachwuchstrainer und Vater Stefan Wittwer, der als Betreuer und Mechaniker im Begleitfahrzeug von NRW-Trainer Robert Pawlowski das Missgeschick hautnah miterlebte.

„Dabei war das NRW-Team für das Finale besonders gut aufgestellt. Wir hatten mit David, Jon Knolle, Sebastian Stamm und Michel Gießelmann vier Fahrer in der 20-köpfigen Spitzengruppe, von denen Knolle und Gießelmann als Tempobolzer das Finale für David anziehen sollten“, berichtete Wittwer. Wenige Kilometer vor dem Ziel bog der Großteil der Spitzengruppe an der Streckenteilung falsch ab und folgte dem Verlauf des Jedermannrennens. „An so einer Stelle muss natürlich ein Ordner stehen“, monierte Wittwer. Als die Spitzenreiter ihren Fehler bemerkten und wieder zurück gefahren waren, hatten acht Fahrer einen beträchtlichen Vorsprung herausgefahren, der nicht mehr aufzuholen war. „Wir haben lange gerätselt, ob das Rennen für die letzten Kilometer mit den alten Abständen neu gestartet wird, aber die Jury hat es dabei belassen, was sehr unbefriedigend war“, ärgerte sich Wittwer. Mit Rang zwölf im Rennen und Platz sieben in der Bundesliga sowie einem dritten Platz in der Bergwertung erzielte David Westhoff-Wittwer einen Teilerfolg, der aber nicht annähernd für die Strapazen während der 127 km langen Regenschlacht bei nur vier Grad im Taunus entschädigte. „Die Jungs waren nach dem Rennen mit blauen Lippen total durchgefroren“, so Wittwer. RSV-Teamkollege Johannes Hodapp kam mit den widrigen Bedingungen nicht ganz so gut zurecht und erreichte in der vierten Gruppe das Ziel.